Ein exzellente Forschungslandschaft und agile Unternehmen arbeiten im Rheinischen Revier gemeinsam an den Antrieben der Zukunft – und bringen sie schon heute auf die Straße. Allen Projekten ist eines gemein: Sie sorgen für weniger Emissionen und für mehr Arbeitsplätze. Ob Elektromotoren, Wasserstoffantrieb oder Batterieproduktion: Das Rheinische Revier bietet enorme Expertise, um der Mobilität den entscheidenden Schub in Richtung Klimaneutralität zu geben. Expertise, die auch internationalen Unternehmen offensteht. Hier erfahren Sie, warum es sich für Automotive-Firmen und Batterieproduzenten lohnt, im Rheinischen Revier zu investieren.
E-Mobilität: Das Rheinische Revier steht unter Strom
Energie möglichst effizient zu nutzen, hat eine lange Tradition im Rheinischen Revier: Deshalb ist das Engagement für alternative Fahrzeugantriebe im Zuge des Strukturwandels beinahe schon folgerichtig. Das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) an der RWTH Aachen etwa beschäftigt sich seit 120 Jahren mit der Zukunft der Mobilität und arbeitet längst an Konzepten, um die Elektromobilität weiterzuentwickeln.
Ein Beispiel ist „SpeedE“. Ziel des Projekts ist es, das Innovationspotenzial elektrisch angetriebener Fahrzeuge erlebbar zu machen – und so das Fahrerlebnis im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen zu steigern: von komfortablen Fahreigenschaften auf der Autobahn bis hin zum kinderleichten Einparken. Ebenso ist die Zukunft der Logistik unmittelbar mit der Stadt Aachen verbunden, nicht zuletzt, weil die Streetscooter GmbH hier elektrische Transporter für DHL produziert.

Batterieproduktion im Rheinischen Revier
Das Herz von E-Fahrzeugen wie dem Streetscooter ist die Batterietechnologie. Und auf sie hat das Rheinische Revier beim Werben um Investitionen einen Fokus gelegt. Dabei wird gezielt ganzheitlich gedacht – sowohl die Batteriezellproduktion als auch das Batterierecycling passen ins New-Mobility-Konzept der Region. Und mit einer herausragenden Forschungslandschaft rund um Batterietechnologien und Batterieproduktion kann das Rheinische Revier viel Dynamik in neue Partnerschaften einbringen.
Von diesen Projekten profitieren Batterieunternehmen im Rheinischen Revier
Im Projekt „Center of Excellence“ entstehen in Düren zwei Pilotanlagen, um die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien weiterzuentwickeln. Innovative Materialien und Komponenten sollen die Produktion und den späteren Betrieb umweltfreundlicher und sicherer gestalten. So könnte beispielsweise eine neuartige Zellarchitektur bei Lithiumionen-Akkus verhindern, dass bei einem Kurzschluss oder bei Beschädigung der Zelle ein Brand entsteht. Außerdem erlaubt die Technologie eine Gewichtsreduktion bei Zellen und Modulen. Das Ergebnis: geringere Kosten, mehr Reichweite.
Im Battery Launch Center NRW wird es darum gehen, Innovationen schnell und kostengünstig in die Praxis umzusetzen. Das BLC.nrw zeigt Wege auf, wie sich Batteriemodule und -packs ebenso flexibel wie kostengünstig fertigen lassen. Sowohl Hersteller als auch Anwender sollen die Möglichkeit bekommen, Batterie-Prototypen sowie -Erstmuster zu entwickeln und sogar Klein- und Vorlaufserien zu produzieren. Das renommierte Fraunhofer ILT und das Laserbearbeitungs- und Beratungszentrum GmbH (LBBZ) koordinieren das Projekt.
In der Prime Site Rhine Region zwischen Köln, Bonn und Aachen plant das Rheinische Revier wiederum einen Smart Mobility Campus. Auf dessen 140 Hektar sollen nicht zuletzt Anbieter von Batterietechnologien und Elektrofahrzeugen beste Bedingungen für ihre Produktion vorfinden.
Batterie-Unternehmen im Rheinischen Revier
Neben anwendungsnaher Spitzenforschung, die den engen Austausch mit der Industrie sucht, stellen einige regionale Unternehmen ihre Ideen in den Dienst der Batterietechnologie. Zum Beispiel die folgenden drei:

Voltabox
Voltabox entwickelt und produziert seit 2014 Lithium-Ionen-Batteriesysteme für industrielle Anwendungen, Elektromobilität und stationäre Energiespeicher. Das Besondere dabei: Das Unternehmen nutzt dabei verschiedene Zell-Chemien. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Hochvolt-Expertise: Entsprechend kommen die Kunden größtenteils aus den Bereichen Busse sowie Bau- und Landmaschinen.

Akasol
Das Darmstädter Unternehmen Akasol hat eine Niederlassung in Aachen und entwickelt modulare Hochleistungsbatteriesysteme für Elektro- und Hybrid-Nutzfahrzeuge.

Cylib
Etwa zehn Jahre hält eine E-Auto-Batterie im Schnitt. Und dann? Beginnt die Arbeit von cylib! Das Aachener Start-up hat sich auf das Recyling von Lithium-Ionen-Batterien spezialisiert und will Rohstoffe wie Kobalt, Nickel oder Mangan wieder in die Produktion bringen. 2026 wird cylib im Chempark Dormagen eine hochmoderne Fabrik eröffnen, die jährlich 30.000 Akkus recycelt.
Wissenschaftliche Power für neue Antriebe

In der deutschen Exzellenzuniversität widmen sich verschiedene Fakultäten und Institute der Batterietechnologie. Das Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) etwa forscht zu Batterie-Management-Systemen, Zellcharakterisierung und Batterierecycling. Das Institut entwickelt darüber hinaus innovative Konzepte, um Energie umzuwandeln und zu speichern. Der Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components macht sich ebenfalls um die Batterieforschung verdient. Indes konzentriert sich der Lehrstuhl Electrochemical Energy Conversion and Storage Systems (CEEC) auf Batteriematerialien, Zelltechnik sowie die Systemintegration.
Die Fachhochschule Aachen bietet den Masterstudiengang „International Automotive Engeneering“ (IAE) an. In drei Semestern erlangen Studierende hier Wissen über neue und nachhaltige Technologien im Bereich der Automobilbranche. So lernen sie, wie sich in diesem wichtigen Wirtschaftszweig dreierlei vereinen lässt: Ökonomie, Wohlstand und Klimaschutz.
Die Forschenden des ILT erarbeiten Konzepte für das „Packaging“ von Leistungselektronik, für Batterietechnik und zum Bau von Antriebssystemen. Einen Schwerpunkt bilden laserbasierte Verfahren zur Herstellung von Batteriemodulen und Batteriepacks. Ebenso entwirft das ILT Prozesse, um Batterien wirtschaftlicher zu produzieren und sie effizienter zu recyceln.
Mit über 7.000 Mitarbeitenden ist das Forschungszentrum Jülich eines der größten interdisziplinären Forschungszentren Europas. Das Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK) betreibt derzeit viel Materialforschung und entwickelt Zellen für verschiedene Batterietypen. Außerdem wollen die Expert:innen Feststoffbatterien, die E-Autos deutlich mehr Reichweite bringen sollen, wettbewerbsfähiger machen. Gleiches gilt für Redox-Flow-Batterien.
Das IPT erarbeitet Systemlösungen für die automatisierte, vernetzte Produktion nachhaltiger und ressourcenschonender Produkte. Folglich will das Institut auch die Produktionsprozesse von Batterietechnologien optimieren. Aktuell entwickeln die Expert:innen Sondermaschinen und Module, mit denen Unternehmen ihre Fertigung nachhaltig skalieren können – bis hin zum Remanufacturing. Dabei stehen sogar Anlagen für neue Produktionsaufgaben zur Verfügung, darunter die Lasertrocknung der Elektrodenbeschichtung bei Lithium-Ionen-Batterien.
Wasserstoffantriebe:
Es fließt und läuft gut
Neben der Elektromobilität ist der Wasserstoffantrieb ein weiterer Ansatz, der im Rheinischen Revier auf beste Bedingungen trifft. Tatsächlich ist die Region entlang der H2-Wertschöpfungskette bestens aufgestellt – in Düren stellt selbst der öffentliche Personennahverkehr auf Wassersroff um. Mit dem Helmholtz-Cluster für nachhaltige und infrastrukturkompatible Wasserstoffwirtschaft (HC-H2) gibt es ein mit fast einer Milliarde Euro gefördertes Projekt, das H2-Technologien schnell zur Marktreife verhelfen soll. Am FCI Fuel Cell Industrialization Center erforschen Spezialist:innen Wasserstoffantriebe und ebnen den Innovationen den Weg in die Praxis.
Die Zukunft heute schon im Alltagstest
Egal, welche Technologie klimafreundliche Fahrzeuge antreibt: In Aldenhoven können sie im Praxistest reifen. Dort betreibt die RWTH Aachen das Aldenhoven Testing Center. Fachleute unterschiedlicher Disziplinen arbeiten hier daran, automobile Systeme zu entwickeln, zu erforschen und auf ihre Alltagstauglichkeit zu checken. Dafür nutzen sie auf einem abgeschlossenen Testgelände insgesamt zwölf Streckenelemente.
Auch das autonome Fahren soll in Aldenhoven vorankommen. Die passenden Komponenten könnte die QCG Computer GmbH liefern, ein Tochterunternehmen von Quanta Computer aus Taiwan. Ab 2025 wird QCG im Brainergy Park Jülich hochpräzise elektronische Anlagen und Geräte insbesondere für den Bereich autonomes Fahren herstellen. So soll die Zukunft der Mobilität in einigen Jahren von der Teststrecke in den öffentlichen Straßenverkehr kommen.

Sie wollen mehr Reichweite? Investieren Sie im Rheinischen Revier!
Das Rheinische Revier hat die Forschungsinstitutionen, das wirtschaftliche Umfeld und die Infrastruktur, die Investitionen im Bereich Batterietechnologie besonders lukrativ machen. Wie Sie die Bedingungen nutzen und sich dabei Förderung sichern können, zeigt ihnen NRW.Global Business. Sprechen Sie uns an!