In rekordverdächtiger Geschwindigkeit soll aus Europas größtem Braunkohletagebaugebiet eine klimaneutrale Industrieregion werden. Genau deshalb forciert das Rheinische Revier gerade den Ausbau der erneuerbaren Energien. Eine Schlüsselrolle soll dabei die Windkraft spielen. Und tatsächlich bietet das Rheinische Revier beste Voraussetzungen für Unternehmen: für Anlagenhersteller sowie deren Zulieferer, für Windturbinen-Produzenten, aber auch für Windpark-Projektentwickler und -Installateure. Dank einer starken Industrie und Investitionen in (grünen) Wasserstoff ist der Energieträger Wind stets gefragt.
Windenergie: Investitionen in Nordrhein-Westfalens Innovations-Hub lohnen sich
Windenergie-Offensive in NRW
Allein im ersten Halbjahr 2024 genehmigte Nordrhein-Westfalen mehr als 1.300 Megawatt neue Windenergieleistung. Im deutschen Vergleich liegt das Bundesland damit unangefochten an der Spitze. Inklusive des aktuellen Bestands wären laut einer Flächenpotenzialanalyse Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 48 Gigawatt installierbar. Besonders vielversprechende Bedingungen für Windenergie bietet das Rheinische Revier. Dessen rekultivierte Tagebauflächen lassen sich besonders einfach für Windparks auszeichnen. Insgesamt wäre gemäß Flächenpotenzialanalyse Platz für fast 11 Gigawatt Leistung – nur ein kleiner Teil ist bislang belegt.

Ein Zentrum für Windenergie in NRWs Westen
Ihr Bekenntnis, verfügbaren Raum auch mit Windparks zu belegen, haben die nordrhein-westfälische Landesregierung und das Rheinische Revier in einem Gigawattpakt verbrieft. Die Botschaft: Eine erfolgreiche Transformation erfordert den massiven Ausbau erneuerbarer Energien. Und dafür wiederum will der Gigawattpakt Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen. Verlässliche Abnehmer sind der Windenergie in Nordrhein-Westfalens Westen garantiert. Im Rheinischen Revier arbeiten 93.000 Menschen in der energieintensiven Industrie, in Branchen wie Chemie, Metall oder Papier. Damit sie trotz des Kohleausstiegs weiter hier produzieren, braucht es eine gesicherte Stromversorgung.
Vor allem Hersteller und Zulieferer von Windkraftanlagen sind hier logistisch bestens aufgestellt. Als Energie- und Industrieregion verfügt das Rheinische Revier zudem über eine ausgezeichnete Netzinfrastruktur. In diese speisen bereits über 700 Windenergieanlagen grüne Energie ein.
Wichtige Windpark-Projekte im Rheinischen Revier
Auf den ehemaligen Flächen des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler betreiben RWE und die Stadt Bedburg den Windpark Königshovener Höhe. 21 Anlagen haben eine Leistung von 67 MW, decken damit den Jahresbedarf von fast 60.000 Haushalten. Künftig soll die installierte Leistung bei 90 MW liegen.
Rund um die Gemeinde Simmerath stehen die Menschen Windenergie-Projekten extrem aufgeschlossen gegenüber. Denn ihr Gemeindehaushalt profitiert direkt davon. Insgesamt zählt der „Bürger-Windpark Simmerath-Lammersdorf“ aktuell 24 Windkraftanlagen.
Im Sommer 2025 wird der Kreis Düren um einen großen Windpark reicher sein. In Aldenhoven, auf den ehemaligen Flächen des Tagebaus Inden, baut RWE einen Windpark mit ca. 34 Megawatt Leistung.
Wie Forschung Windenergie-Investitionen bereichert
Auch im Windkraft-Sektor besteht noch großes Innovationspotenzial. Mit ihrem starken Industriefokus können die Forschungsinstitutionen im Rheinischen Revier Unternehmen dabei unterstützen, ihre Technologien weiterzuentwickeln und Kosten zu senken. Beste Bedingungen für Windenergie-Investitionen also.

Ein Center for Wind Power Drives und mehr: Als deutsche Exzellenzuniversität leistet die RWTH Aachen nicht nur wichtige Forschungsarbeit, sondern überträgt diese auch in die praktische Anwendung. Ihr Center for Wind Power Drives koordiniert interdisziplinäre Forschung zu Windenergie-Antriebssystemen. Involviert sind international führende Unternehmen wie Vestas, Nordex, thyssenkrupp oder ZF Friedrichshafen. Das Center for Wind and Earthquake Engineering (CWE) liefert vor allem vorwettbewerbliche Forschung zu Material- und Sicherheitsfragen bei Windkraftanlagen sowie deren Komponenten.
Energietechnik-Fachkräfte der Zukunft: Im Studiengang Energietechnik dreht sich alles um den Übergang zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft. Dabei kooperiert die FH mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen und Partnern aus der Industrie. Im praxisnahen Studium reift die nächste Generation von Fachkräften heran, mit der auch die Windenergiebranche gut aufgestellt in die Zukunft gehen kann.
Erneuerbare Energien im Fokus: Energie ist einer der Schwerpunkte des Forschungszentrums Jülich. Wichtige Arbeit im Bereich der erneuerbaren Quellen leistet insbesondere das Institute of Climate & Energy Systems (IEC). Das Institut für nachhaltige Wasserstoffwirtschaft (INW) sowie das Helmholtz-Cluster Wasserstoff (HC-H2) liefern Know-how zu möglichen Speichertechnologien oder zur Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Windkraft.
Windkraft und Wasserstoff: viel Potenzial im H2-Hub
Die Windenergie genießt in Nordrhein-Westfalen noch einen ganz besonderen Standortvorteil. Das Bundesland gilt als deutscher Wasserstoff-Pionier. Und gerade das Rheinische Revier investiert in den Ausbau des H2-Sektors und vereint enorme Expertise in Wissenschaft und Wirtschaft – nicht zuletzt über das Helmholtz Cluster Wasserstoff (HC-H2). Überall in der Region entstehen Elektrolyseure. So etwa in Bedburg und Düren. Hier sollen die Anlagen aus Windenergie grünen Wasserstoff produzieren. Weil sich überschüssige Windkraft mithilfe von Wasserstoff auch speichern und rückverstromen lässt, eröffnet der starke H2-Sektor im Rheinischen Revier zudem Möglichkeiten, die Effizienz des Energieträgers zu steigern.
Hier lohnen sich Ihre Windenergie-Investitionen
Im Rheinischen Revier gibt es enorme Flächenpotenziale für Windenergie – und damit beste Investitionschancen für Unternehmen entlang der kompletten Wertschöpfungskette. Und auch Forschungsinstitutionen profitieren hier von großem Know-how. NRW.Global Business freut sich, Ihr Projekt mit Ihnen gemeinsam in die Tat umzusetzen. Sprechen Sie uns an!